Denken Sie über die in diesem Kapitel behandelten unsichtbaren Barrieren nach und darüber, wie sie in Ihrem eigenen Umfeld auftreten könnten. Die folgenden Szenarien laden Sie dazu ein, kritisch über geschlechtsspezifische Erwartungen und Führung nachzudenken.

 

Szenario 1 – Die Doppelmoral
Während einer Teambesprechung über Beförderungen wird ein männlicher Kandidat als „selbstbewusst” bezeichnet, während eine weibliche Kandidatin mit ähnlichem Verhalten als „zu durchsetzungsfähig” beschrieben wird.

  • Welche Annahmen prägen diese Wahrnehmungen?
  • Wie könnten Sie diese Voreingenommenheit respektvoll hinterfragen?
  • Welche Botschaft vermittelt dies jüngeren Mitarbeitern in Bezug auf Führungsqualitäten?

 

Szenario 2 – Der zögerliche Führungskraft
Eine leistungsstarke Frau lehnt eine Führungsposition ab und sagt, sie sei „noch nicht bereit“.

  • Welche sozialen oder persönlichen Überzeugungen könnten ihre Entscheidung beeinflussen?
  • Wie könnte ein Mentor oder Vorgesetzter ihr Selbstvertrauen und ihre Bereitschaft stärken?

 

Szenario 3 – Erfolg neu definieren
In Ihrem Unternehmen gelten lange Arbeitszeiten und ständige Verfügbarkeit als Erfolg.

  • Wie könnten Sie dazu beitragen, Erfolg auf eine integrativere und ausgewogenere Weise neu zu definieren?
  • Welche praktischen Veränderungen würden Ambitionen für alle nachhaltig machen?

 

Anregungen zum Nachdenken:

  • Welche Hindernisse entsprechen am ehesten Ihrer Erfahrung?
  • Wie können Sie Ihre Position oder Ihren Einfluss nutzen, um diese Normen in Frage umzuformulieren?
  • Welche kleinen, realistischen Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Wahrnehmung von Führung zu verändern?