Um effektiv zu führen, sollten Sie zunächst über Ihre Kernkompetenzen, Leidenschaften und Werte nachdenken. Denken Sie über die Aktivitäten nach, die Ihnen Energie geben, oder über die Werte (z. B. Gerechtigkeit, Dienstleistungsorientierung, Innovation), die Ihre Entscheidungen leiten. Sie können einige der in Kapitel 2 dieses Moduls genannten Tools verwenden, um Ihre Überlegungen zu strukturieren.

Es könnte hilfreich sein, Ihre Erkenntnisse in einem kurzen „Führungsprofil” festzuhalten, in dem Sie Ihre Kernkompetenzen (z. B. „starker Kommunikator mit hoher Empathie und Belastbarkeit”) und Werte (z. B. „Engagement für Gerechtigkeit und Gemeinschaft”) beschreiben. Dieses persönliche Profil wird Ihnen als Leitfaden für Ihre Karriereentscheidungen und -ziele dienen, während Sie sich weiterentwickeln.

 

Erstellen eines persönlichen Entwicklungsplans 

Ein persönlicher Entwicklungsplan (PDP) ist Ihr Fahrplan zum Aufbau von Fähigkeiten für soziale Wirkung. Er unterteilt langfristige Karriereziele in klare Schritte. 

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So erstellen Sie Ihren Plan:

  • Legen Sie eine Vision und Ziele fest: Beginnen Sie mit dem Ziel vor Augen. Definieren Sie Ihr langfristiges Ziel für sozialen Einfluss (z. B. „Führungskraft einer NGO mit Schwerpunkt auf der Unterstützung von Menschen mit Behinderung werden“). Schreiben Sie es als klares Ziel auf.
  • Identifizieren Sie die erforderlichen Fähigkeiten: Fragen Sie sich: „Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse werde ich benötigen?“ Dazu können beispielsweise das Verfassen von Förderanträgen, Fundraising, öffentliches Sprechen oder der Aufbau von Koalitionen gehören. Listen Sie alle wichtigen Kompetenzbereiche auf.
  • Selbstbewertung: Bewerten Sie Ihr aktuelles Niveau für jede Kompetenz. So können Sie Lücken erkennen. Beispielsweise verfügen Sie vielleicht über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten, benötigen aber eine Schulung in Führungskompetenzen.
  • Konzentrieren Sie sich auf jeweils eine Kompetenz: Wählen Sie eine Kompetenz mit hoher Priorität aus, die Sie entwickeln möchten. Untersuchungen zeigen, dass wir am besten am Arbeitsplatz lernen (etwa 70 % des Lernens), gefolgt von Coaching (20 %) und formalen Kursen (10 %) (die „70-20-10-Regel der Entwicklung“). Planen Sie daher praktische Erfahrungen (Projekte, ehrenamtliche Tätigkeiten) sowie Mentoring oder Schulungen für diese Kompetenz.
  • Aktionsplan und Zeitplan: Schreiben Sie konkrete Maßnahmen auf (z. B. „Bis Juni an einem Workshop zum Thema Fördermittelbeantragung teilnehmen; in diesem Quartal einen Programmmanager begleiten“). Berücksichtigen Sie die erforderlichen Ressourcen (Mentoren, Bücher, Online-Kurse) und legen Sie Fristen fest. Definieren Sie, wie Erfolg aussieht (z. B. „Bis Jahresende eine geförderte Ausschreibung abschließen“).

Aufbau und Nachverfolgung eines Führungsportfolios

Stellen Sie sich ein Führungsportfolio als ein Wachstumstagebuch oder eine Datei vor, in der Sie Belege für Ihren Führungsweg sammeln. Es ist ein Werkzeug zur Reflexion und Kommunikation, das Ihnen hilft, Ihr Wachstum zu verfolgen und über Ihre Stärken nachzudenken. So erstellen Sie Ihr Portfolio:

  • Erfolge dokumentieren: Speichern Sie Dokumente und Links, die Ihre Führungsqualitäten belegen – Projektberichte, die Sie geleitet haben, Präsentationen, die Sie gehalten haben, Berichte über Ergebnisse, die Sie beeinflusst haben, Zertifikate von Schulungen usw. Wenn Sie Lob erhalten haben (E-Mails, Zeugnisse, Auszeichnungen), bewahren Sie diese ebenfalls auf.
  • Reflektieren Sie über das Gelernte: Notieren Sie sich nach jeder Erfahrung die gewonnenen Erkenntnisse. Was ist gut gelaufen? Was würden Sie verbessern? Diese Notizen zeigen Ihre Wachstumsmentalität. 
  • Aktualisieren Sie Ihr Portfolio: Setzen Sie sich immer wieder neue Ziele und aktualisieren Sie Ihr Portfolio, indem Sie es mit Ihrem persönlichen Entwicklungsplan abgleichen. Überprüfen Sie regelmäßig (z. B. vierteljährlich) den Inhalt Ihres Portfolios und fügen Sie neue Elemente hinzu. So bleibt Ihr Profil aktuell.
  • Nutzen Sie es für Ihre Sichtbarkeit: Sie können Teile Ihres Portfolios in Inhalte umwandeln – fügen Sie bemerkenswerte Projekte zu Ihrem Lebenslauf oder LinkedIn hinzu. 
  • Zeigen Sie Ihre Stärken: Jeder Eintrag sollte einen Bezug zu Ihren Stärken und Werten haben. Wenn beispielsweise Empathie eine Ihrer Stärken ist, fügen Sie eine Geschichte hinzu, wie Sie Ihre Zuhörfähigkeiten eingesetzt haben, um einen Teamprozess zu verbessern. 
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👉 Wie Sie sehen, ist es hilfreich, Ihre Entwicklung zu verfolgen und darüber nachzudenken. Denken Sie daran, sich dafür Zeit zu nehmen, wenn Sie sich auf den Weg machen, eine bessere Führungskraft zu werden. Doch selbst auf dem bestgeplanten Weg können Sie auf Hindernisse stoßen. Im nächsten Teil erfahren Sie, wie Sie damit umgehen können.